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Archive for September, 2009

SPD in die APO!

Eine Volkspartei am Boden. Schockstarre nach dem schlechtesten Wahlergebnis seit Bestehen der Bundesrepublik. Wo die ersten Spötter schon über die SplitterParteiDeutschland lästern, wird innerhalb der Partei analysiert. Allerdings bräuchten sie gar nicht viel zu analysieren, alles Wichtige steht doch seit der Agenda 2010 in den Tageszeitungen. Frischer Wind muss in die alten Segel, aber mit den zwei erstarkten Oppositionspartnern Grüne und Linke wird’s schwierig. So leicht lassen die sich nicht mehr ihr Themen wegnehmen, welche allein deshalb funktionieren und erfolgreich sind, weil die SPD diese Inhalte ehemals leichtfertig über Bord geschmissen hat. Möglicherweise ist das Rezept der Weg zurück an den Anfang. Bedeutet: die SPD löst sich auf – das „Volk“ von Volkspartei macht man ihr ja schon streitig - der Rest ist Makulatur. Nach der Auflösung kann dann unter den verbleibenden und motivierten Leuten eine neue außerparlamentarische Opposition gebildet werden. Wie in alten Zeiten, nur das Kiesinger jetzt Merkel heißt und die FDP nicht in der Opposition sitzt. Die Grünen haben es doch auch geschafft, aus einem Haufen zotteliger Turnschuhträger ist eine richtig bürgerliche Partei geworden. Die SPD kann in der APO endlich wieder Themen nach Herzenslust besetzten und verwerfen, sich die Haare lang wachsen lassen und Turnschuhe anziehen - bis sie zu einer neuen Geschlossenheit gefunden hat. Man muss ja nicht gleich in den bewaffneten Widerstand gehen…

Add comment September 30th, 2009

Erkenntnis aus der Bundestagswahl 2009:

Westerwelle ist kein Haarspray!

Add comment September 28th, 2009

Bundeswahlleiter fordert Abschaffung des Deutschen Lotto- und Totoblocks

Der Lotto-Jackpot in Höhe von 31,7 Millionen Euro hat gestern zu einem Ansturm auf die Tippstellen geführt. Millionen Deutsche machten ihre Kreuzchen in der Hoffnung den Jackpot zu knacken. Laut einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes fordert Bundeswahlleiter Egeler nun die sofortige Abschaffung des Deutschen Lotto- und Totoblocks. Es könne nicht sein, dass die Bundesbürger vier Tage vor der Bundestagswahl ihre ganzen Kreuzchen verpulvern. Der Deutsche Lotto- und Totoblock reagierte mit Unverständnis und dem Hinweis, dass eine Gewinnausschüttung bei der nächsten Bundestagswahl sicherlich mehr Erfolg zeigen würde, als dieser „unsägliche lahme und stinköde Wahlkampf der Parteien“.

Add comment September 24th, 2009

Wer winkt kriegt eins auf die Fresse

Warum winken Menschen, die eine Schifffahrt unternehmen, ständig  Menschen auf dem Festland zu? Was soll das? Ansonsten winken sich fremde Menschen doch auch nicht zu! Wie sähe das auch aus - Samstagvormittag in einer Fußgängerzone? Man käme gar nicht mehr zum sog. Shoppen vor lauter Winkerei. Nein. Das wäre Quatsch. Das würde niemand machen. Sitzen Menschen aber nun in einem albernem Schiff und schippern übers Wasser sieht das anders aus. Da wird Gewinkt was das Zeug hält. Und was will man mitteilen? “Ich bin hier und du bist da!” oder “Hol mich hier raus!” oder “Es ist so spitze hier, ich raste gleich aus!” Man weiß es nicht…  Es ist furchtbar und sollte verboten werden. Und zwar international! Denn es wird überall gewinkt: Auf Rheinschiffen, Amsterdamer Grachtenfahrten und Fährenfahrten auf dem Hudson River. Übrigens auch von Heißluftballons!

titanicHier wird auch gleich gewinkt.
Allerdings aus weniger erfreulichen Gründen.

Add comment September 15th, 2009

Erkenntnis des Tages

Eye of the Tiger wird auch nicht besser, wenn es eine Schulklasse singt.

Add comment September 3rd, 2009

Weisheit des Tages

“Wenn ich aufhöre zu rauchen, werd’ ich dick.” ist genau so sinnvoll wie “Wenn ich aufhöre zu trinken, werd’ ich schlau.”

Add comment September 2nd, 2009

Polizeikommissar Fopper – ein Mann, eine Leidenschaft

Harold Fopper war auf dem Weg zum Tatort. Schon wieder Mittwoch, schon wieder eine Leiche. So langsam wird’s albern, dachte Fopper. Er trat durch die Eingangstür des zweistöckigen Gebäudes. „Morgen Harold!“, „Morgen Achim.“ brummte Fopper. Die Spurensicherung war also schon da. „Guten morgen Harold!“ „Morgen Elke.“, grüßte er seine Sekretärin. „Hallo Harold!“ „Hallo Jim.“ Was macht denn der Typ vom Archiv hier am Tatort, wunderte sich Fopper. Haben sie den etwa in den Außendienst versetzt? In diesem Moment begrüßte ihn sein Assistent Torti Thomas Teichsen: „Hello Harold! Schön, dass Du da bist!“ „Sag’ mal Torti, ganz schön was los hier am Tatort! Was machen denn die ganzen Leute hier? Sogar Elke habe ich gerade gesehen.“ „Harold, Du bist hier im Kommissariat! War’s lang gestern?“Fopper schaute sich aufmerksam um. Torti hatte Recht, er war im Kommissariat. Die hässlichen grünen Wände ließen keine Zweifel aufkommen. Und dieser Geruch nach abgestandenem Kaffee… In letzter Zeit war er wirklich etwas zerstreut. Nicht ganz unschuldig daran war seine Stammkneipe – der einzige Ort an dem er abschalten konnte, meist etwas zu lange – gestern bis kurz vor vier. Fopper schaute auf seine Uhr – elf Uhr dreißig, dann blickte er zu Torti, der immer noch auf eine Antwort wartete. „Ja, ja. Ein bisschen lang war’s wohl. Aber was ist denn jetzt mit dem Mord? Und wo zum Teufel ist der Tatort?“ „Westminister Avenue 10 – im englischen Viertel. Ziemliche Sauerei“. Fopper verzog die Mundwinkel. Sein Magen beschwerte sich im fünf Minuten Takt, da konnte er keine Sauereien gebrauchen. „Na denn, nützt ja nix. Aber Du fährst Torti. Ich frag’ mich, wie ich überhaupt hier hin gekommen bin.“

Zehn Minuten später waren sie am Tatort. Ein leicht verwahrlostes Einfamilienhaus im britischen Viertel der Stadt. Modell efeuberankte Außenfassade und unaufgeräumter Vorgarten. Fopper hatte schon tausende von diesen Häusern gesehen, mittlerweile hatte er eine Fotosammlung dazu angelegt – wozu, wusste er selber nicht. Interessant an diesem Haus war die fehlende Eingangstür. Jemand schien diese entfernt zu haben, vielleicht im Zuge des Verbrechens? Also ein Raubüberfall, dachte Fopper. Doch wer ist so bescheuert und klaut eine Eingangstür? Irgendwie fiel Fopper das Denken heute nicht so leicht. Er betrat das Haus und ging langsam durch das Wohnzimmer. „Kann das hier mal jemand wegräumen? Stolpert sonst noch wer drüber!“ raunzte Fopper in Richtung der Polizeibeamten, die den Tatort sicherten. „Äh, Harold – das ist die Leiche.“ schaltete sich Torti ein. „Weiblich, circa 40 Jahre alt, sie ist erschlagen worden.“ „Ach so. Na dann. Gibt’s ’ne Tatwaffe?“ Torti hielt Fopper einen Hammer unter die Nase. „Ein Hammer? Wie originell“. Fopper war gelangweilt. Mit Sicherheit ein Familiendrama. Wahrscheinlich regte sich die Frau ständig über die fehlende Haustür auf und dass es so zieht im Haus. Dann sind irgendwann dem Ehemann die Sicherungen durchgeknallt. So etwas passierte täglich, selbst in schlecht sortierten Haushalten. „Tatverdächtige?“ „Yes Sir!“ frohlockte Torti, „Wir konnten den Postboten festnehmen.“ Fopper kratzte sich am Kopf. „Der Postbote? Was hat der denn mit der Toten zu tun?“ „Na, ja. Erstmal hat er ihr täglich die Post gebracht. Außerdem hatte er den Hammer in der Hand als wir hier eingetroffen sind. Die Leiche wurde mit dem Hammer erschlagen, da haben wir eins und eins zusammengezählt.“ Fopper hatte die Schnauze voll, wenn immer alles so einfach war – warum riefen sie ihn überhaupt an? „Ich fahr’ wieder nach Hause, Torti. Hier ist ja alles geklärt und ich bekomme nachher Besuch von meiner Mutter.“

Add comment September 1st, 2009