Archive for August, 2009
RAF-Mitglied Verena Becker wurde verhaftet. Es besteht der dringende Verdacht, dass sie am Mordanschlag auf Siegfried Buback 1977 beteiligt war.
Auch ins Netz gingen der Polizei folgende Schwerverbrecher:
Jack the Ripper - Sexualstraftäter
Till Eulenspiegel - Hochstapler
Klaus Störtebecker - Seeräuber
Angeblich sei die Polizei auch bereits dem Baron von Münchhausen auf der Spur.
August 29th, 2009
Das Internet weiß bekanntlich viel. In extremen Fällen (kommunikationsgestörte Teenager, Studenten, Hausfrauen, Börsenmakler) ist dort belastendes Beweismaterial zu finden (Nacktfotos, Sauffotos, Tauffotos). Und weil nahezu jeder Mensch Online irgendwelche Spuren hinterlässt, wissen selbst Onlineauktionshäuser und Onlineshoppingportale einiges über ihre Käufer – so auch über mich. Angeblich wird jeder Käufer nach seinen Vorlieben ausgeleuchtet und ihm werden dementsprechend verlockende Angebote gemacht. Doch in meinem Fall führt das dazu, dass ich mir die grundsätzlichste aller Fragen stellen muss: Wer bin ich wirklich?
Ebay beispielsweise bietet mir eine spottbillige Funkwetterstation an. Wenn diese Wetterstation mir verrät, dass das Wetter morgen schön wird, heisst es ab ins Freibad. Doch in der alten Badebuxe? Netterweise bietet mir das sympathische Auktionshaus einen unschlagbar günstigen Speedo-Badeanzug zum Kauf an. Da Speedo-Badeanzüge zur Knitterbildung neigen, kann ich mich voll und ganz für den Transport zum Freibad auf das Kofferset aus Polycarbonat verlassen. Das persönlich ganz auf mich zugeschnittene Angebot eines Navigationsgeräts, bringt mich ohne Orientierungsverluste ins nasse Vergnügen. Muss ich mir dann wohl ans Fahrrad schrauben. Baden ist gerade in Köln nur was für Besserverdiener. Das reißt schon mal ein klaffendes Loch in die Haushaltskasse, aber wer denkt schon gern über Geld nach? Erträglicher wird es vielleicht mit dem Kauftipps von Amazon: das Ratgeberbuch „Die Kunst über Geld nachzudenken“ scheint wie für mich geschaffen! Wird’s Wetter schlecht, bleibt mir zum Glück meine Wii Fit (inklusive Balance Board). Was ich allerdings mit einem Fossil Schmuckset soll, das ist mir völlig rätselhaft.
Rico Now
August 25th, 2009
Opel, GM, Magna, Sperbank und wer auch immer! Das nimmt ja kein Ende, hinter schluckt bestimmt noch Piech den ganzen Konzern und setzt den ollen Wiedeking als Manager ein. Vielleicht fängt dann Opel endlich mal an Autos zu designen, die nicht nach hundert Jahre altem Muff und Spießbürgertum aussehen…
Was auch immer. Wir wollten nur an unseren Abgesang erinnern. Wer hätte denn gedacht, dass der sooooo lange aktuell bleibt? Opel - ein Ode
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August 24th, 2009
Denk ich so bei mir:
Alle haben es getan,
nur ich hab wieder nicht profitiert!
Sind beim Schrottplatz vorgefahr’n,
haben sich gar nicht geniert.
Und eine Stimme in mir ruft ganz leise:
Mach es auch so,
Hol den Scheck!’
Nimm dein Auto,
bring es weg!
Eine andere Stimme dann ganz laut:
Du bist ne blöde Kuh,
dachtest, die Kohle sei geritzt!
Überleg mal kurz, dann merkst du,
dass du gar kein Auto besitzt!
Scheiße.
August 24th, 2009
Was eine Sendung! Gepflegter Talk unter erwachsenen Menschen ist doch möglich. Während Verteidigungsminister Franz Josef Jung sich sicher ist, dass in Afghanistan eigentlich alles ganz dufte läuft, findet Gregor Gysi Krieg scheiße und Peter Scholl-Latour würde gern mal wieder nach Afghanistan reisen.
Vorschlag: Jung, Gysi und Scholl-Latour machen zusammen eine Bildungsreise nach Afghanistan. Dort können sie gemütlich in einem gepanzerten Humvee Sightseeing machen und sich über die richtige Afghanistan-Politik streiten. Bei so viel geballter Personal-Power nimmt jeder Taliban die Beine in die Hand, das erträgt keiner länger als fünf Minuten.
August 24th, 2009
Verbraucherschutzministerin Ilse „Aggi“ Aigner fordert mehr Datenschutz für die Internetnutzer. Eigenverantwortlichkeit steht hier an erster Stelle und deshalb wendet sich Aigner live und direkt an die „Internetwirtschaft“. Dieser durchaus diffuse Begriff hat uns zum Nachdenken gebracht. Sind wir auch ein Teil der Internetwirtschaft? Müssen auch wir sensible Daten schützen? Ach je, durchfuhr es uns wie ein Stoßgebet. Wir wissen doch überhaupt nix, haben keine blassen Schimmer vom Datenschutz. Also orientieren wir uns vorerst an den guten alten Zeiten der Zensur. Nachfolgender Beitrag wird zu circa 47 % zensiert um sensible Daten zu schützen und damit, liebe Konsumenten und Verbraucher unseres Blogs, auch Euch!

August 22nd, 2009
Werner war stocksauer. Sie waren wieder da. Sie haben ihm wieder über Nacht den Fischteich leer geangelt. Das Einzige, was von ihrer Anwesenheit zeugte, waren die leeren Packungen Marlboro, die sich wie eine Reihe von Dominosteinen um den traurigen Teich schlängelten. Schweine. Verdammte Schweine. So viel war klar. Und der ganze Fisch! Entführt, aus ihrer natürlichen Umgebung entrissen, eingetütet in Behältnisse jeder Größenordnung und abtransportiert in die unschuldige Nacht. Das wird ein Nachspiel haben, die Behörden müssen eingeschaltet werden – zur Not per Telefon. Vier langatmige Telefongespräche später kündigte sich eine Spezialeinheit zur Spurensicherung am Nachmittag an. Werden wohl Profis sein, hoffte Werner. Die werden ja wohl kein teures Steuergeld für eine Bande von Idioten ausgeben. Oder doch? In diesem lichten Moment brillanter Erkenntnis kam endlich der Truppentransporter der Spezialeinheit „Teichsicherung 10-12“.
„Guten Nachmittag. Sie haben angerufen. Wir haben telefoniert. Ich habe sie mir viel größer vorgestellt, aber der Schatten der Sonne könnte täuschen. Perzewitz mein Name, Thorsten Perzewitz von der Spezialeinheit Teichsicherung - Kommando Ost.“
Werner war darüber informiert. Er hatte diese Situation in blinder Antizipation schon so oft im Geiste durchgespielt.
„Werner Grabocheck. Ich bin der Betroffene. Sie sind alle weg. Alle!“
„Interessant, Herr Grabocheck. Genau das hatte ich befürchtet, als sie es mir am Telefon mitteilten. Kaffee?“
„Ich trinke nicht. Nie.“, antwortete Werner.
„Ja, was soll’s. Wollte mir das auch abgewöhnen, aber die Kaffeemaschine gehört zum Büroalltag, wie der Dompteur zum Zoo. Sie kennen das Problem sicher.“
„Aha. Und was ist nun mit meinen Fischen? Gibt es schon heiße Spuren? Verdachtsmomente? Zeugenaussagen?“ fragte Werner knallhart.
„Herr Grabocheck, wir werden unser Bestes geben. Soviel soll verraten sein. Alles andere entnehmen sie bitte dieser Infobroschüre.“
Perzewitz übergab Werner eine bräunlich schimmernde Kladde, in welcher lose ungeheftete Zettel umher flatterten, dass es eine Freude war. Auf dem ersten Zettel stand: Was tun, wenn der Fisch entfleucht? 30 gut gemeinte Ratschläge.
„Nun, „ setzte Werner an, „Wie ich sehe sind sie vorbereitet. Ich werde mich dieser Zettelsammlung annehmen und erwarte ihren Anruf.“
„Ganz wie sie wünschen, Herr Grabocheck“ flötete der erstaunlich gut gelaunte Beamte Perzewitz und setzte rückwärts, nicht ohne eine Ansammlung blühender Stauden zu touchieren.
„Passen sie auf meine Stauden auf, Herr Gott noch eins!“ rief Walter.
„Botanik ist nicht unser Gebiet, Herr Grabocheck! Das müssen sie bei der Stadtfloristik anrufen. Auf bald.“
Mit diesen klärenden Worten entschwand Herr Perzewitz und lies einen sichtlich unzufriedenen Werner und ein reichlich zerdeppertes Staudenbeet zurück. Ganz schön lasch, die Profis heutzutage, ärgerte er sich. Werner fand in einer umher liegenden Marlboroschachtel noch eine letzte Kippe. Während er diese in drei handliche Stücke zerbrach und an einem alten Ast kaute, fasste Werner eine Plan, der sein beschauliches Leben verändern sollte – er wollte seinen Jugendtraum endlich in die Tat umsetzen. Werner beschloss Dompteur zu werden.
Rico Now
August 21st, 2009
Sommerferien - da schränkt der Mensch schon mal seine Leistungen ein. Das heißt dann Urlaub. Wenn die Deutsche Post im Sommer ihre Leistungen einschränkt, dann heißt das Sparmaßnahmen. Die Qualität der Zustellungen soll angeblich nicht leiden, sagt die Post. Die Kunden warten montags immer öfter auf ihre Post, das sagt das Postkundenforum. Das ist schrecklich und führt zur Verwahrlosung vieler redlicher Bürger. Die Risikogruppe Lightkultur hat mit einer Betroffenen gesprochen:
Risikogruppe: Frau Wanne-Henrichs, heute ist Dienstag. Wie geht’s Ihnen?
Wanne-Henrichs: Sie waren nicht da.
Risikogruppe: Bitte? Wer war nicht da?
Wanne-Henrichs: Sie waren nicht da. Vielleicht kommen sie nie wieder. Wo soll ich denn jetzt nur hin?
Risikogruppe: Frau Wanne-Henrichs, meinen sie die Deutsche Post?
Wanne-Henrichs: Ich, ich, ich hab’ doch nichts anders gemacht als sonst!
Risikogruppe: Frau Wanne-Henrichs, war gestern die Deutsche Post nicht da und hat ihnen keine Briefe gebracht?
Wanne-Hendrichs: ICH HABE DOCH NICHTS GETAN!!! SEIT ZWANZIG JAHREN WOHNE ICH HIER UND HABE NICHTS GETAN!!!!!
Risikogruppe: Wir sind da um zu helfen, Frau Wanne-Henrichs. Aber Sie müssen uns schon erzählen, was passiert ist!
Wanne-Henrichs: Ich könnte zu meiner Schwagerin Else fahren. Da kommen sie vielleicht noch hin…Ja, das ist gut…ha ha, nach Norddeutschland…da müssen die doch noch…wo denn sonst??!!
Risikogruppe: Ja, wir würden dann wohl wieder gehen, Frau Wanne-Henrichs.
August 18th, 2009
Bis zum 23. August dauert die aktuelle Leichtathletik-WM in Berlin noch an. Die Risikogruppe Lightkultur schaut in die Zukunft und hat schon die neuen Disziplinen für die WM 2011 zugeflüstert bekommen:
- 100 Meter Hürden: Wer findet alle versteckten Amphitamin-Pullen? Und wer weicht rechtzeitig den Dopingkontrolleuren vor jeder Hürde aus?
- 400 Meter Lage: 1 cm dicke Gummihaut ist Amateurliga. Wer trägt den dicksten Anzug und warum?
- Wegwurf: Welche Karriere wird durch konstantes Blutdoping am effektivsten beendet?
- Marathon-Ausverkauf: Was die bei der Formel 1 können, kann auch der deutsche Leichtathletik-Verband - Wer tätowiert sich die drei Adidasstreifen als erster auf die Stirn?
August 18th, 2009
- laut und deutlich die Internationale singen
- freundschaftlich auf die Schulter klopfen, sollten Tränen fließen immer ein Taschentuch dabei haben
- Selbstbewusstsein aufbauen: „Hey, ich mein, zu Zeiten von Willy Brandt, da lief’s doch echt gut!“
- Keine Wahlversprechen machen!
UPDATE:
- Über die Linkspartei meckern, immer mit dem Satz beginnen: “Wie können die es wagen, mit Themen, die eigentlich unsere sind, auf Wählerfang zu gehen - nur weil wir uns nicht mehr darum kümmern!”
- Das Gegenüber mit Genosse anreden, auch wenn das Gegenüber im Seeheimer Kreis organisiert ist
August 16th, 2009
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