Archive for Juli, 2009
Peking
Liebe Freunde, ich kann’s verraten
Möhren wachsen nicht mehr im Garten
Die Erde ist grün, die Luft ist gelb
Drüber schimmelt gräulich das Himmelszelt
Beim Nachbarn steht das Haus ganz krumm
Ohne Bauverordnung baut sich’s dumm
Und an der Macht nur dumpfe Pfeifen
Die sich gegenseitig das Gesäß einseifen
Rico Now
Juli 31st, 2009
Viel wurde über das Leben spekuliert: „Was soll der Scheiß?” fragten die Einen, „Mich hat nie jemand gefragt!” meckerten die Anderen. „Was ist Leben?” eine philosophische, existentielle Frage und bis jetzt war eine eindeutige Antwort eher nicht zu erwarten, zumindest jenseits sinnstiftender Surrogat-Institutionen namens Kirche, Krishna, Kegeln. Dabei ist die Antwort vergleichsweise simpel!
So simpel, dass sie oft übersehen wurde! „Das Leben ist Limonade!” Ja: zuckersüß, macht Karies, Diabetes und Übergewicht. Klarer und direkter geht’s doch nicht. Welch erleuchteter Guru hat es auf den Punkt gebracht? Die Gurus von Marquess, vier glattgestriegelte Popper aus Hannover. Ihr Botschaft posaunen sie in die Welt, der Song der Erleuchtung: La vida es limonada.
An dieser Stelle: Danke, Jungs!
Rico Now
Limonada: Einfach lecker leben!
Juli 30th, 2009
Wie doof muss man eigentlich sein, jetzt mit Michael Jackson anzufangen? Seitdem er tot ist und alle Welt glaubt, jetzt seine Alben kaufen zu müssen, hören Jugendliche (!) auf ihren nervtötenden Handys „Billie Jean“, man hört in aufgeprollten Bums-Autos das total überdrehte Wumsen von „Beat it“ und bei H&M plätschert „Human Nature“ den dickbeinigen Teeniemädchen um die schwabbelige Hüfte. Was soll denn dieser Hype? Entweder man hat schon immer gewusst wie genial Michael Jackson war oder man lässt es auch jetzt!
Hey Jugendliche: Versaut mit euren schlechten Handysounds nicht das bestproduzierteste Album aller Zeiten namens „Thriller“! Hey Dorfprolls: Hör ich noch ein einziges Mal „Black or White“ mit viel zu stark aufgedrehten Bässen aus euren traurigen Golf GTI’s, dann pisse ich euch auf den Spoiler!
Nehmt doch alle mal ein bisschen Rücksicht…
Juli 29th, 2009
“Du fühlst Dich alleine”:
Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.
Juli 27th, 2009
So haben Sie sich ihren Urlaub bestimmt nicht vorgestellt. Da will man in Ruhe ausspannen, ein paar Seniorenhospize an Spaniens Mittelmeerküste inspizieren (so jung ist man ja auch nicht mehr) und dann das. Der eigene Chauffeur kommt - angeblich samt seiner Familie - aus Berlin mit dem Dienstwagen angebraust und lässt sich die Karre auch noch klauen. Sie würden sicherlich den Herrn Chauffeur am liebsten ins Sommerloch stopfen! Passiert ist passiert. Jetzt sind gute Ausreden gefragt. Wir können da gerne aushelfen:
1. Der Fahrer war sternhagelvoll und hat zu seiner Familie gesagt: „Die Ulla. Die Ulla und ich. Wir sind so was von dicke. Die überraschen wir! Da fahr’n wir jetzt hin!”
2. Sie selbst waren sternhagelvoll und haben beim Fahrer angerufen: „Du, kommst Du mal? Ich hab’ mich hier verlaufen! Und die sprechen alle Spanisch!”
3. Die Familie ihres Chauffeurs war sternhagelvoll, hat ihn im Suff dazu gezwungen mit dem Dienstwagen nach Spanien zu fahren und den lange versprochenen Familienurlaub einzulösen.
Na, Frau Schmidt, wenn da nichts dabei ist!
Gern geschehen,
Ihre Risikogruppe Lightkultur
Juli 27th, 2009
Das Klingelton-Super-Mega-Sparabo:
Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.
Juli 25th, 2009

Ehepaar auf dem Weg in den Sommerurlaub: Die entgegengesetzte Montage der Fahrräder symbolisiert den Zustand der Ehe.
Juli 24th, 2009
Mal ehrlich: Das Wetterthema kommt immer dann auf den Tisch, wenn das Gespräch brach liegt oder überhaupt nie in Gang gekommen ist. Über das Wetter reden Omas, Tanten, Tomas und Anten - aber keine normalen Leute. Doch heute soll es eine Ausnahme geben, denn:
WIESO STIMMT SEIT CA. ZWEI WOCHEN DIE WETTERVORHERSAGE NICHT MEHR?!
Da wird fröhlich-hellseherisch jeden Tag das Gegenteil von dem angekündugt, was letztendlich wettermäßig passiert. Haben die sie noch alle? Wie soll man sich denn da vorbereiten - so wettertechnisch?
Pack ich den Regenhut ein,
kommt strahlend’ Sonnenschein!
Setz ich die Sommermütze dauf,
ziehen dunkle Wolken auf!
Das regt mich so auf, dass ich schon zu reimen begonnen habe! Mann, mann, mann… Aber vielleicht ist das auch alles knallharrtes Kalkül! Die von den Fernsehwetteranstalten machen das, um uns fertig zu machen - rein wettermäßig. Damit man sich immer falsch kleidet und dann schnell nach Hause muss und dann gleich da bleibt, weil man keinen Bock mehr hat wieder raus zu gehen und dann doch den Fernseher anschaltet, um dann davor hängen zu bleiben. Ich für meinen Teil werde mich wieder an den alten Bauernregeln orientieren. Die sind in solch unbeständigen Zeiten - das meine ich so wettertechnisch - ein Strohhalm der Vernunft, ein Leuchtturm im Hafen der blinden Hellseherei! Oder noch besser: Ich mach selber Bauernregeln. Also praktisch meine eigene Wettervorhersage:
Ist der Bauer gut gelaunt,
macht das Hühnchen seinen Sound,
und alle auf dem Hofe rocken,
wird das Wetter kühl und trocken!
- Ronny
Juli 24th, 2009
Es gibt immer noch Menschen, die mit ihren Fingern „Sau!” auf ungewaschene Autos schreiben. Dieser gesellschaftlich akzeptierte und durchweg harmlose Spaß ist locker so alt, wie das Auto selbst. Wie alt denn nun das Automobil ist, dass ist so schwer zu bestimmten wie die korrekte Herkunft des Staubes. Zählt man die Dampfautomobile des 19. Jahrhunderts zu den ersten Automobilen? Gab es damals die Staubproblematik überhaupt schon oder hat der ganze Antriebsdampf den Staub sozusagen gebunden und mit sich in die Himmelshöhen getragen? Möglicherweise ist die ganze Suppe aus Staub und Dampf auf dem Dach des Automobils kleben geblieben. Dann hätte sich bestimmt keiner seine Finger schmutzig gemacht bei so einer pappenden Schmierschmocke.
Es bleibt die bohrende Frage, warum die Automobilindustrie bis heute kein tragfähiges Konzept zur Staubvermeidung auf Autos vorgelegt hat. Wahrscheinlich ist der Grund irgendwo dort zu finden, worin auch die Schwierigkeit liegt eine Getränkeverpackung mit Ausguss, der nicht kleckert, zu entwickeln: Das ganze Forschungsgeld fließt nämlich ins Portemonnaie der Europäischen Weltraumorganisation und im All wird bekanntlich eh aus Strohhalmen getrunken - wegen fehlender Schwerkraft. Wenn der Flüssigkeitsbedarf des Astronauten gedeckt ist, geht’s auf das sechs Millionen Euro teure Weltraumklosett. Haben die das vergoldet oder was? „Ich zahl’ doch keine Steuern, damit die im All für sechs Millionen Euro scheißen gehen!” hört man hierzulande den kleinen Mann rufen. Wie klein ist eigentlich dieser kleine Mann? Und vor allem: ab wann darf man sich zum kleinen Mann zählen? Ist das nach Jahressteuerbrutto zu bemessen? Dann müsste allerdings auch der mittlere und auch große Mann mal öfters zu Wort kommen - der Fairness halber. Aber den schreibenden Mann fragt ja wieder keiner. Vorschlag für die überteuerten Weltraumtoiletten: Wie auf Autobahnraststätten immer üblicher, pro Klogang einen Euro in den Münzautomaten. Dafür bekommt der Astronaut einen Gutschein, den er an der Weltraumbar einlösen kann - gegen ein Erfrischungsgetränk mit Strohhalm. Das ist sich selbst refinanziertes Kreislaufsystem. Kurze Gegenrechnung: Sechs Astronauten. Jeder muss pro Tag durchschnittlich sieben Mal aufs Klo. Macht 6×7x einen Euro = 42 Euro pro Tag. Also pro Jahr ganze 15.330 Euro. Dann müssten die Astronauten, um ihre eigene Toilette zu refinanzieren, 400 Jahre im All bleiben. Na gut, aber hat auch keiner behauptet das man ohne große Opfer einfach mal ins All fliegen kann!
Juli 22nd, 2009
Entgegen vieler Meldungen hat das ZDF NICHT Europas modernsten Newsroom! Den haben wir! Allerdings protzen wir damit nicht so rum wie es das orangefarbende Greisen-TV tut.
Wir leben das 21. Jahrhundert schlicht und einfach! Wie sonst entstehen wohl nahezu tagtäglich unsere gut recherchierten und investigativen Blogeinträge?
Schon längst besitzen wir zwei topmoderne Hochleistungsrechner, die jeden Eintrag nahezu allein schreiben. Wir fügen hinterher nur noch Namen und Geburtsdaten ein. Hinzukommt eine ISDN-Telefonanlage, die es uns erlaubt gleichzeitig mit unterschiedlichsten Menschen zu telefonieren, während die Rechner tippen. Außerdem ist in unserem Newsroom standardmäßig vorhanden: Zwei Drucker, eine Kaffeemaschine und drei Wasserratten, die uns bei bedarf mit Eistee und Sekt versorgen.
Dynamische Kamerafahrten? Gibt es auch bei uns! Genauso wie geschwungene Schreibtische und Bluebox - die bei uns schlicht und einfach Blaubuxe genannt wird. Bodenständigkeit ist eine Tugend!
Also, solange sich Rico nicht in Gundula Gaukelei - oder wie sie heißt - verwandelt und ich nicht mittels HaarKleber zu Klaus Klever mutiere, sind wir dem ZDF immer einen Schritt voraus!
Ronny
Juli 20th, 2009
Previous Posts