Archive for Juni, 2009
Nach Blutdoping, Hightech-Schwimmanzügen & Testosterondrops nun das! Einer offiziellen Pressmitteilung des deutschen olympischen Sportbundes zur Folge, ist Walking der größte deutsche Betrugsskandal im Breitensport. Tausenden Hausfrauen, Frisörinnen und Finanzbeamtinnen werde auf diese heimtückische Weise vorgegaukelt, sportlich aktiv zu sein.

Bleigewichte werden beim Walking schon länger nicht mehr verwendet
Nordic-Walking hingegen sei “eine gesundheitsfördernde, schön anzusehende und sozial verträgliche Breitensportart, die mit ihrem melodiösen Geklacker der Stöcke die dröge Natur und Umwelt im beträchtlichen Maße aufwerte.”
Juni 28th, 2009
Der Mensch aus Glas - eine philosophische Abhandlung
Glas. Wir benutzen es täglich und haben fast keine Möglichkeit die Nutzung auszusetzen, denn das Glas durchdringt in seiner Beschaffenheit unser aller Alltag in den meisten Lebensbereichen. Hierbei ist es wichtig anzumerken, dass selbst Fensterscheiben in der eigenen Wohnung respektive eigenes Haus eine tägliche Nutzung evozieren. Um die Abstraktion fassbarer zu machen folgendes Gedankenexperiment:Ein Mensch, der auf Grund angestrebter Askese den Verzicht jeglicher Glasprodukte als grundlegend betrachtet, aber in einem Reihenhaus in der Schweriner Altstadt wohnt, muss folgendes Dilemma erleben: Durch die Glasscheiben seiner Fenster in der Schweriner Wohnung steht er in einem konstanten Nutzungsverhältnis des Glases. Allein die wärmedämmende Eigenschaft sorgt für eine fortwährende angenehme Temperierung seiner Behausung, auch wenn er selbst nicht anwesend ist. Folglich kann der Rückzug in menschenleere und somit auch glasleere Gebiete, wie zum Beispiel in den Wald, keine völlige Loslösung vom Stoff Glas bedeuteten.
Philosophisch betrachtet ist der Mensch die Summe seiner Erfahrungen und Erlebnisse. Sieht man diese Feststellung als gegeben an, bedeutet auch das kindliche Trinken aus einem Glasgefäß ein Nutzverhältnis, welches über die Adoleszenz ins späte Erwachsenenalter hin fortgeführt wird und Bedeutung generiert. Zu überlegen wäre ein grundradikaler Ansatz um eine Glasfreiheit zu erlangen, der bis in den Nihilismus zielt. Dazu sei folgender Vorschlag unterbreitet:
Der Mensch sollte im Wald leben und dort keine Glas verwenden, nicht einmal Brillengläser. Weil auch die Kleidung am Körper unter Produktionsbegebenheiten in welchen Glas involviert ist (Fabrikhallen mit Fenster etc.) hergestellt wurde, muss dieser Mensch sich seiner Kleidung entledigen und diese verkaufen - genauso, wie auch Auto und Wohnung respektive Haus veräußert werden müssen, damit keine fortwährende Abstinenznutzung geltend gemacht werden kann. Nun bleibt das philosophische Problem, dass der Mensch ein Produkt seiner Erfahrungen bleibt. Somit kann eine Glasfreiheit nur in folgenden Generationen erreicht werden. Ein nun im Wald gezeugtes Kind in erster Generation wird sicherlich nicht den Ansprüchen genügen, denn in seinen Genen steckt noch die Glasabhängigkeit der Elternteile. Eine grundanständige Glasfreiheit kann nur in mehreren Folgegenerationen erzielt werden, in denen der Genpool irgendwann glasfrei mutiert ist.
Anmerkung des Autors:
Diese Abhandlung entstand nach ergebnisreichem Gespräch mit dem sehr geschätzten Kollegen und Inspirateur Ronny Rakete, bei einer mittäglichen Matinee.
Rico Now
Juni 22nd, 2009
Liebe Blog-Leser!
Der große Erfolg unserer Haushaltstipps hat und gezeigt: Hier ist Bedarf, hier muss geholfen werden. Viele Leser schrieben uns: “Ich lebe in einem häßlichen, grauen Mehrfamilienhaus. Hier kann ich mir doch niemals ein kleines grünes Idyll schaffen.” Die Risikogruppe Lightkultur sagt: “Doch, kannste! Guck mal!”

So einfach! Grünes Idyll in der Stadt.
Mit wenigen Handgriffen und etwas gärtnerischem Geschick setzten Mann und Frau von Welt ein Zeichen - Großstadt heißt Grünstadt! Neidisch schauen die Nachbarn auf dieses kleine Fleckchen Paradies auf Erden. Netter Nebeneffekt: Die Pflanzen sind ein prima Sichtschutz vor neugierigen Blicken. Hier im Detail:

Ganz natürlich - biologisch Gärtnern
Zusammen sind wir stark: gegen Grau - für Grün!
Eure Gartenfreunde,
Risikogruppe Lightkultur
Juni 19th, 2009
Wer möchte nicht ein kleines, grünes Paradies zu Hause sein Eigen nennen? Mit wenig Aufwand und ein paar kleinen Tricks verwandelt sich jede Wohnung in einen heimeligen Dschungel:

Tipps für’s gesunde Wachstum:
- Weniger ist mehr, gib’ Deinen Pflanzen Anreiz sich selbst zu entwickeln
- Deine Pflanzen sind keine Kakteen! Nie zuviel Sonnenbestrahlung zulassen
Juni 11th, 2009
“Tränen und Plattitüden” ist nicht der Titel einer neuen ZDF Eigenproduktion, sondern das Wahlergebnis unserer Volksparteien. Dass aber auch so wenig Bürger zur Urne gegangen sind, ist natürlich nicht die Schuld der Parteien. Wir sprechen hier eher von einer demokratischen Unmündigkeit und Schuld an dieser hat, jetzt muss es raus: Die Wirtschaftskrise! Jawohl. Wenn der Bürger den ganzen Tag wie ein geisteskranker Shopoholic konsumieren muss, damit nicht ein Großunternehmen nach dem andern den Bach runtergeht, dann bleibt keine Zeit um zur Urne zu schlendern. Erst Recht nicht in miefige Wahllokale, die meistens aussehen als wären sie die letzten Überbleibsel der Adenauerzeit. Die Wahl muss wieder zum Großerlebnis für die ganze Familie werden! Deswegen fordert die Risikogruppe Lightkultur folgende Neuerungen in den Wahllokalen:
- 3-D Wahlzettel mit 3-D Brille
- Chill-Out Area im Wahllokal, hier bieten sich die Varianten „Beach Club” und „Orientalisches Kissenparadies” an
- 3-D Wahlkabinen
- Leichte und bekömmliche Snacks zur Erfrischung: Demokratie macht müde und Vitamine munter!
Sollten diese Forderungen nicht bis zur Bundestagswahl im September erfüllt werden, wird die Risikogruppe Lightkultur einen eigenen Inselstaat errichten, alle mündigen Wahlberichtigen per Einschreiben in unser Königreich abberufen und dort eine Wahlparty feiern, dass es nur so kracht und Berlusconi wie eine neurotische Viel-Telefoniererin alle halbe Stunde auf den Anrufbeantworter quatscht ob er nicht auch kommen darf. Darf er nicht.
Juni 9th, 2009
Guido Westerwelle, Spaßmacher der Nation und Parteifreund seiner Parteifreundin Silvana Koch-Mehrin seiner Zwei-Personen-Partei FDP, zitierte gestern Abend Beethoven: „Freude, schöner Götterfunken!“ So feiert man Europa! Was für ein Zitat! Rein damit in die Geschichtsbücher…. Gleich nach „Tear down this wall“. Westerwelle ist der Reagan von Westdeutschland, der Gorbatschow von Ostdeutschland.
Später am Abend brachte er noch die wunderschöne Kombination “empfindlicher Rückenwind” ein. Was ist ein empfindlicher Rückenwind? Heult der, wenn er einen nicht richtig von hinten schubsen kann? Westerwelle heult wahrscheinlich gern und viel, nur gestern leider nicht.
Eher an Obama orientierte sich Horst Seehofer, der mit dem rhetorischen Meilenstein “Die CSU ist wieder da” in die Schulbücher des nächsten Jahres schlittern wollte: „Jes, wie känn!“ Und Frank-Walter Steinmeier konterte: Das Ergebnis zeige, “was an Stimmung im Land da ist”. Schöner geht’s nicht.
Juni 8th, 2009
Die CMA, die Centrale Marketing-Gesellschaft der Deutschen Agrarwirtschaft, befindet sich in der Auflösung. Zum Glück hat Ronny mit charmantem, fast gluckenhaftem Auftreten den Job für die Risikogruppe Lightkultur an Land gezogen. Folgende weitere Plakatkamagnen sind geplant:
Iß’ mehr Rentier - denn es steht Dir
Mach’ doch keine lange Nase - braun gebraten schmeckt der Hase
Grünzeug ist für lasche Flegel, halt’ ihn hoch den Fleisches Pegel
Juni 6th, 2009
Welch preisgekrönte Werbeagentur hat sich denn diesen Quatsch ausgedacht?
„Deutsche Pute. Die Gute.“ (Hier lohnt sich auch der Klick in die Bildergalerie unter dem schönen Namen “Verzehrsituationen”!)
??!! Und was kommt danach?!
Mexikanisches Schwein. Ganz fein.
Britisches Rind. Mag jedes Kind.
Amerikanisches Huhn. Was nun?
kopfschüttelnd,
Ronny
Juni 5th, 2009
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