NRW und die politische Totalverweigerung
Endlich mal das süße Nichtstun genießen:
http://www.taz.de/1/wahrheit/artikel/1/angeln-glotzen-kniffeln/
Add comment Juni 14th, 2010
Endlich mal das süße Nichtstun genießen:
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Add comment Juni 14th, 2010
http://www.taz.de/1/wahrheit/artikel/1/ross-und-rose-nennen/
Add comment Mai 27th, 2010
Tage im Tee
Seit Stunden warte ich vergebens
Vergaß sogar warum und why
Ein Baum fällt leise um in Bregenz
Und Aschewolke in the sky
Wenn keiner fliegt der Himmel frei
Solange keine Wolken regnen
Bleibt in der Luft die Asche dry
Werden Vögel sich allein begegnen
Pauschaltouristen schon vergessen
Mit ihren Plautzen Pausen füllen
Auf den Kanaren festgesessen
Rückflugtickets wütend knüllen
Ich übe mich in Ignoranz
Muss nicht fliegen oder fluchen
Verfolge fröhlich Aschentanz
Muss ja keinen Urlaub buchen
Rico Now
Add comment April 19th, 2010
Ratgeber wie „Simplify your life“ beten es vor: Ist das Dasein ungeordnet und chaotisch, räum’ auf, schmeiß’ das ganze alte Gerümpel weg. Das Großreinemachen für die Seele fängt ganz physisch und praktisch in der eigenen Wohnung an. So findet der gepeinigte Mensch angeblich wieder zu sich selbst, zu seiner ruhenden Mitte. Doch als kritischer, ja fast ständig zweifelnder Zeitgenosse, baut man einen natürlichen Schutzwall gegen solch esoterisch angehauchte Lebensratgeber mit ihrer Feng-Shui-Mentalität auf. Wer an diese vereinfachten Zusammenhänge glaubt, ist auch der Meinung, dass man in zwei Wochen zehn Kilo abnehmen kann und die Amerikaner die Mondlandung nur inszeniert haben. Doch der Schutzwall bröckelt, irgendwann bricht er. Es kann die fehlende Quittung für die Steuererklärung sein, oder die Schreibtischablage, deren maximale Stützlast vielfach überschritten wurde und die nun zusammenzubrechen und den gesamten Schreibtisch mit sich in die Tiefe zu ziehen droht. Es kann der aberwitzig gefüllte Ordner im Regal sein, der von Kontoauszügen, alten Gitarrennoten, minderwertigen Ausdrucken irgendwelcher Autobahnrouten aus dem Internet bis zu Zahnarztrechnungen, so ziemliche jeden Lebensbereich abdeckt. „Den ordne ich mal schnell!“ ist die typische, wenn gleich fatale Eingebung in solchen schwachen Momenten. Eine Kette von Ereignissen wird durch diese Unachtsamkeit in Bewegung gesetzt, die den eh schon leicht psychisch lädierten Mensch als zitterndes und verstörtes Wesen zurück lässt - von sich selbst und der Welt entfremdet, nahezu kafkaesk entstellt. Wie das geschehen kann ist leicht nachzuvollziehen. Es beginnt meist harmlos mit den Kontoauszügen, die dem unbescholtenen Bürger in regelmäßigen Abständen von den Bankiers und Bankierinen zugeschickt werden und das, obwohl er überzeugter Onlinebanking-Anhänger ist und diese alten Lappen im Vergleich zur glitzernden Onlinewelt lächerlich obsolet wirken. Ein paar davon sind im Ordner abgeheftet, aber das können nicht alle sein. Wenn, dann könnten doch alle Ausdrucke ordentlich zusammengeheftet in einem Ordner gesammelt werden. Daraufhin beginnt unaufhaltsam die fatale Handlung: Es werden sämtliche Schubladen, Kisten, Kartons und Ablageorte durchsucht, deren gemischter Inhalt im Zimmer verstreut – bei jedem Fund weiterer Kontoauszüge wird ein triumphales „Ha! Noch mehr davon!“ ausgestoßen. Bis zu dem Zeitpunkt des Eingedenkens, warum diese Auszüge eigentlich gesammelt werden müssen. Gab es nicht eine behördlich verordnete Frist zur Aufbewahrung? Waren es zehn Jahre oder zehn Monate? Oder ist das eines dieser Ammenmärchen, welche von Generation zu Generation weitergeben werden und keine Strafverfolgungsbehörde dieser Welt würde mahnend die Stimme erheben ob der entsorgten Kontoauszüge? In unserer digitalisierten Welt sammeln doch sowieso die Institutionen unserer Gesellschaft was sie an Daten in die Finger bekommen - warum also nicht auch die Banken? Die Zweifel münden in Tatenlosigkeit. Die Tatenlosigkeit mündet im Chaos. Das Zimmer verwüstet mit Unterlagen, Briefen, Prospekten, Postkarten gleicht einer sturmgepeitschten See voll Zellstoff. Der verzweifelte Versuch alles zurück zu stopfen in die Kartons und Schubladen scheitert kläglich, es will nicht mehr passen. Die natürlich erzeugte Vakuumpressung des ursprünglichen, unbedachten Hineinstopfens vergangener Zeiten wurde durch den unvorsichtigen Zugriff für immer zunichte gemacht. Zurück bleiben der Mensch und das Chaos. In der Mitte seines Zimmers hockt er auf dem Boden, umzingelt von Altlasten ist er unfähig sich zu bewegen, unfähig sich zwischen entsorgen und ordnen zu entscheiden. Doch die Verzweiflung gebiert einen Funken Hoffnung, ein zuerst abwegig erscheinender Gedanke nimmt immer mehr Kontur an. Die Hand wandert zur Hosentasche und ertastet ein Feuerzeug, mit zitternder Hand wird es hervorgekramt und betätigt. Die gelbe Flamme lodert verlockend auf. Ein irres, doch befreites Grinsen erscheint auf dem Gesicht des Gepeinigten, während er den ersten Kontoauszug entzündet.
Rico Now
Add comment Januar 31st, 2010
Ich schreibe jetzt auch einen Bestseller. Ich schaue nicht mehr länger zu, wie mir ach so talentierte Jungautoren Themen vor der Nase wegschnappen, die auf den Straßen liegen, für die ich Steuern zahle! Habe ich nicht schließlich auch Körperflüssigkeiten über die ich schreiben kann? Oder sehe ich nicht auch ständig grenz-debiles Unterhaltungsfernsehen, dass ich als Anlass für eine kulturpessimistische „Deutschland verblödet endgültig“- Theorie nehmen kann? Und mit dem langsamen Entschwinden des Genitivs habe ich schon Jahre vor dem ollen Sick meinen Freundeskreis genervt. Nur habe ich gedacht, dass ist Alles so offensichtlich – das muss doch nicht noch zu Papier gebracht werden. Jetzt reicht’s, ich hole mir meine Themen wieder. Allerdings mache ich Einiges anders und vor allem besser. Ich kombiniere alle Bestsellerthemen zu einem unwiderstehlich brillanten Buch, dass die Trennung zwischen Sachbuch und Roman vergessen machen lässt. Folgende Idee von mir ist annähernd druckreif: „Verblödet in Schweden“ handelt von dem grenzdebilen Vampir Georg, der die ersten 15 Jahre seines Lebens allein in seiner Gruft verbringen musste. Die Erziehung übernahm sein einziger Begleiter - das Privatfernsehen. Deprimiert durch eine angeborene Zahnfehlstellung, die ihn bei der Ausübung seines Berufes beeinträchtigt, beschließt Georg den Jakobsweg zu gehen. Um nicht aufzufallen, weil überall Angst vor dem weißen Mann herrscht, verkleidet sich Georg als Investigativjournalist. Georg ist ein Außenseiter, leidet unter Blässe und nässendem Hautausschlag. Erfolg bei den Frauen bleibt bei ihm aus. Deshalb legt Georg einen Großteil seiner Wegstrecke masturbierend zurück. Unterwegs versucht er bei einem Rockerclub Anschluss zu finden, die schmeißen ihn aber als falschen Engel aus dem Vereinsheim. Weil Georg auf einem Straßenschild den Genitiv mit einem Dativ verwechselt, schlägt er den falschen Weg ein und landet prompt in Schweden. Im festen Glauben, dass der Magen mit seinen Aufgaben wächst, verzehrt Georg zu viel rohes Rentierfleisch. Er erleidet einen Kontrollverlust seiner Darmfunktion – Georg erfährt den „Schiss zum Morgengrauen“, eine Schlüsselszene der Geschichte. Das Buch wird natürlich auf den Bestsellerlisten aufräumen wie eine neurotische Reinigungskraft auf Acid. Es macht keinen Sinn mehr andere Bücher zu lesen, wenn in meinem schon alles steht. Und nach dem Buch widme ich mich der Filmbranche – ich habe da so eine Idee, man muss nur aus allen Blockbustern …
Rico Now
Add comment Dezember 17th, 2009
„It’s all about the money. It’s all about the dumm dumm dada didum.” so schallt es gerade durch die Flure unserer schwarz-gelben Koalitionetten. Und weil dem Bürger nun mal Steuersenkungen versprochen worden sind, auch wenn das finanzpolitisch schon im Wahlkampf hanebüchen war, wird nun stolz verkündet: Wir haben keine Patte, ist uns aber Latte. Jeder Bürger wird nun entlastet – um mindestens 20 Milliarden Euro. Also auf alle Bürger gerechnet. Bei soviel Entlastung weiss man natürlich gar nicht mehr wohin. Schon bald stehen Millionen entlasteter Bürger ratlos an den Straßenecken und wissen nicht so recht, wie es weitergehen soll. Was ist ein Lastesel ohne Last? Diese sicherlich nicht unberechtigte Frage wird über so manchem Kopfe schweben. Das ganze Leben drückte diese Last die Schultern der Bürger hernieder, so dass sie mit gesenktem Blick durch’s Leben schlichen. Nun plötzlich ist der Blick nach vorn möglich und was ist da bloß los? Da sitzen ratlose Politiker und Innen mit gesenktem Kopf über Papiere, die eigentlich etwas ganz Anderes senken sollen. Doch woher das Geld für die Entlastungen überhaupt nehmen? Erst mal versprechen und dann, tja, dann kommen vielleicht die vielbeschworenen Bad Banks ins Spiel. Für irgendwas müssen die doch gut sein. Aber das wäre dann wohl Bad Money und only Good Money is Good Money, wie schon Rockefeller sagte.
Rico Now
Add comment Oktober 17th, 2009
Wenig Erfreuliches ist dieser Tage zu hören. Winteranfang, Herbstanfang, Koalitionsgespräche, CDU, FDP, ach, ich fang erst gar nicht an. Wie schön es ist zu erfahren, dass eine Institution tapfer gegen all den Hass und die Wut und die Traurigkeit ankämpft. Der Sampler „Kuschelrock“ – ja, es gibt eine Neue! Und klingt das nicht fast wie ein Motto einzig und allein dafür geschaffen dem ganzen Verdruss zu entkommen? Kuscheln gegen die Wirtschaftskrise, kuscheln gegen soziale Kälte, kuscheln gegen den Weltfrieden. Nein, für natürlich! Gruppenkuscheln, Kuschelseminare, Kuschelausflüge, Kuschelpuscheln, Kuschelbier und Kuschelnackensteaks. Kuscheln muss gar nicht nur ein Akt menschlicher Verbundenheit und Nähe sein, sondern kann einen ganzen Wirtschaftszweig darstellen. Kuscheln 2.0, Kuschelpartys, Kuschelfrisöre, Kuschel-Bier-Bikes. Nicht nur gegen soziale Kälte kann also angegangen werden, nein, nebenbei wird die Wirtschaftskrise mal eben beseitigt. Im Vorbeikuscheln sozusagen. Nur das Bild von Angela Merkel und Guido Westerwelle, kuschelnd auf dem Koalitionssofa, das will nicht gefallen.
Add comment Oktober 11th, 2009
In was für einer Gesellschaft leben wir eigentlich? Das fragen nicht nur Soziologen, sondern auch ich. Die Wirtschaftskrise trifft gerade die, die es nicht verdient haben. Unsere Alten und Weisen, unsere Rentner und Greise. Früher saßen sie gemütlich beim Markenbäcker in der Kaffee-Ecke, mit richtigen Stühlen aus Holz und Kaffee aus weißen Porzellankännchen. Dort wurde dann über die Nachkriegszeit geplauscht, über die letzte Darmspiegelung beim Proktologen und darüber, dass die eigenen Enkel einfach nicht mehr zu verstehen sind. Heute sieht das anders aus. Heute sitzen sie eingeengt auf Plastikstühlen beim SB-Bäcker und trinken Kaffee aus Pappbechern. Da kommt keine Stimmung auf, da will man sich nicht ungezwungen unterhalten. Sparen müssen Alle, doch unsere Alten und Schwachen trifft es besonders hart, wie gerade mehr als deutlich dargelegt wurde. Haben nicht sie Deutschland nach dem Krieg wieder aufgebaut? Ihr Anteil daran, dass überhaupt ein Krieg entstehen konnte, soll hier nicht weiter ausgeführt werden. Und dann die zehn Euro Arztgebühr! Das bringt sie völlig aus dem Konzept. Erst kratzen sie die letzten Euros mühsam zusammen. Und dann schlägt das Gesundheitssystem mit aller Härte brutal zu. Dort wo sie die zehn Euro bezahlen, bekommen sie ihre Überweisungen für die anderen Ärzte. Doch bei durchschnittlich sieben verschiedenen Ärzten zu denen heute die Alten von Welt gehen – wie sollen sie sich merken wo sie die zehn Euro bezahlt haben? Das Phänomen ist täglich in den Arztpraxen hierzulande zu beobachten: Herden von verwirrten Alten wanken von Arzt zu Arzt, immer auf der Suche nach dem, der die Allmacht der Überweisung hat. Wartezimmer platzen aus allen Nähten, Arzthelferinnen sind dem Nervenzusammenbruch nahe – sie wiederholen geduldig die gleichen Worte. Nein, Frau Holzmann, sie haben die zehn Euro nicht bei uns bezahlt. Nein, Frau Holzmann, so kann ich ihnen keine Überweisung für den Kieferorthopäden ausstellen. Bis ihnen irgendwann die Melone explodiert. Eine Riesensauerei in der Praxis. Überall glibbert schmierige Masse durch die Flure, Patienten rutschen darauf aus, brechen sich Hals und Knochen. Das kann doch keiner beabsichtigen! Ob die Reformierung der Gesundheitsfonds daran was ändern könnte? Vielleicht hat die FDP in der Regierung doch noch einen Sinn.
Rico Now
Add comment Oktober 9th, 2009
Harold Fopper war auf dem Weg zum Tatort. Schon wieder Mittwoch, schon wieder eine Leiche. So langsam wird’s albern, dachte Fopper. Er trat durch die Eingangstür des zweistöckigen Gebäudes. „Morgen Harold!“, „Morgen Achim.“ brummte Fopper. Die Spurensicherung war also schon da. „Guten morgen Harold!“ „Morgen Elke.“, grüßte er seine Sekretärin. „Hallo Harold!“ „Hallo Jim.“ Was macht denn der Typ vom Archiv hier am Tatort, wunderte sich Fopper. Haben sie den etwa in den Außendienst versetzt? In diesem Moment begrüßte ihn sein Assistent Torti Thomas Teichsen: „Hello Harold! Schön, dass Du da bist!“ „Sag’ mal Torti, ganz schön was los hier am Tatort! Was machen denn die ganzen Leute hier? Sogar Elke habe ich gerade gesehen.“ „Harold, Du bist hier im Kommissariat! War’s lang gestern?“Fopper schaute sich aufmerksam um. Torti hatte Recht, er war im Kommissariat. Die hässlichen grünen Wände ließen keine Zweifel aufkommen. Und dieser Geruch nach abgestandenem Kaffee… In letzter Zeit war er wirklich etwas zerstreut. Nicht ganz unschuldig daran war seine Stammkneipe – der einzige Ort an dem er abschalten konnte, meist etwas zu lange – gestern bis kurz vor vier. Fopper schaute auf seine Uhr – elf Uhr dreißig, dann blickte er zu Torti, der immer noch auf eine Antwort wartete. „Ja, ja. Ein bisschen lang war’s wohl. Aber was ist denn jetzt mit dem Mord? Und wo zum Teufel ist der Tatort?“ „Westminister Avenue 10 – im englischen Viertel. Ziemliche Sauerei“. Fopper verzog die Mundwinkel. Sein Magen beschwerte sich im fünf Minuten Takt, da konnte er keine Sauereien gebrauchen. „Na denn, nützt ja nix. Aber Du fährst Torti. Ich frag’ mich, wie ich überhaupt hier hin gekommen bin.“
Zehn Minuten später waren sie am Tatort. Ein leicht verwahrlostes Einfamilienhaus im britischen Viertel der Stadt. Modell efeuberankte Außenfassade und unaufgeräumter Vorgarten. Fopper hatte schon tausende von diesen Häusern gesehen, mittlerweile hatte er eine Fotosammlung dazu angelegt – wozu, wusste er selber nicht. Interessant an diesem Haus war die fehlende Eingangstür. Jemand schien diese entfernt zu haben, vielleicht im Zuge des Verbrechens? Also ein Raubüberfall, dachte Fopper. Doch wer ist so bescheuert und klaut eine Eingangstür? Irgendwie fiel Fopper das Denken heute nicht so leicht. Er betrat das Haus und ging langsam durch das Wohnzimmer. „Kann das hier mal jemand wegräumen? Stolpert sonst noch wer drüber!“ raunzte Fopper in Richtung der Polizeibeamten, die den Tatort sicherten. „Äh, Harold – das ist die Leiche.“ schaltete sich Torti ein. „Weiblich, circa 40 Jahre alt, sie ist erschlagen worden.“ „Ach so. Na dann. Gibt’s ’ne Tatwaffe?“ Torti hielt Fopper einen Hammer unter die Nase. „Ein Hammer? Wie originell“. Fopper war gelangweilt. Mit Sicherheit ein Familiendrama. Wahrscheinlich regte sich die Frau ständig über die fehlende Haustür auf und dass es so zieht im Haus. Dann sind irgendwann dem Ehemann die Sicherungen durchgeknallt. So etwas passierte täglich, selbst in schlecht sortierten Haushalten. „Tatverdächtige?“ „Yes Sir!“ frohlockte Torti, „Wir konnten den Postboten festnehmen.“ Fopper kratzte sich am Kopf. „Der Postbote? Was hat der denn mit der Toten zu tun?“ „Na, ja. Erstmal hat er ihr täglich die Post gebracht. Außerdem hatte er den Hammer in der Hand als wir hier eingetroffen sind. Die Leiche wurde mit dem Hammer erschlagen, da haben wir eins und eins zusammengezählt.“ Fopper hatte die Schnauze voll, wenn immer alles so einfach war – warum riefen sie ihn überhaupt an? „Ich fahr’ wieder nach Hause, Torti. Hier ist ja alles geklärt und ich bekomme nachher Besuch von meiner Mutter.“
Add comment September 1st, 2009
Das Internet weiß bekanntlich viel. In extremen Fällen (kommunikationsgestörte Teenager, Studenten, Hausfrauen, Börsenmakler) ist dort belastendes Beweismaterial zu finden (Nacktfotos, Sauffotos, Tauffotos). Und weil nahezu jeder Mensch Online irgendwelche Spuren hinterlässt, wissen selbst Onlineauktionshäuser und Onlineshoppingportale einiges über ihre Käufer – so auch über mich. Angeblich wird jeder Käufer nach seinen Vorlieben ausgeleuchtet und ihm werden dementsprechend verlockende Angebote gemacht. Doch in meinem Fall führt das dazu, dass ich mir die grundsätzlichste aller Fragen stellen muss: Wer bin ich wirklich?
Ebay beispielsweise bietet mir eine spottbillige Funkwetterstation an. Wenn diese Wetterstation mir verrät, dass das Wetter morgen schön wird, heisst es ab ins Freibad. Doch in der alten Badebuxe? Netterweise bietet mir das sympathische Auktionshaus einen unschlagbar günstigen Speedo-Badeanzug zum Kauf an. Da Speedo-Badeanzüge zur Knitterbildung neigen, kann ich mich voll und ganz für den Transport zum Freibad auf das Kofferset aus Polycarbonat verlassen. Das persönlich ganz auf mich zugeschnittene Angebot eines Navigationsgeräts, bringt mich ohne Orientierungsverluste ins nasse Vergnügen. Muss ich mir dann wohl ans Fahrrad schrauben. Baden ist gerade in Köln nur was für Besserverdiener. Das reißt schon mal ein klaffendes Loch in die Haushaltskasse, aber wer denkt schon gern über Geld nach? Erträglicher wird es vielleicht mit dem Kauftipps von Amazon: das Ratgeberbuch „Die Kunst über Geld nachzudenken“ scheint wie für mich geschaffen! Wird’s Wetter schlecht, bleibt mir zum Glück meine Wii Fit (inklusive Balance Board). Was ich allerdings mit einem Fossil Schmuckset soll, das ist mir völlig rätselhaft.
Rico Now
Add comment August 25th, 2009